Rehistorisierende Diagnostik – Erkennen, Erklären, Verstehen, Handeln

Prof. Dr. phil. Willehad Lanwer, Dipl.-Behindertenpädagoge

In dieser Fortbildung wird die Unterrichtseinheit von Herrn Prof. Dr. phil. Lanwer aus Modul 3 unserer modularen Fortbildungsreihe - "Es geht auch anders" - Menschen mit psychischen Erkrankungen und kognitiven Beeinträchtigungen kompetent im Alltag unterstützen - nachgeholt.

In dieser Fortbildung wird eine erste Orientierung über das diagnostische Verfahren der Rehistorisierung gegeben. Der Kurs richtet sich an pädagogische Mitarbeiter*innen, die in ihrer täglichen beruflichen Praxis mit Menschen konfrontiert sind, die nicht nur als behindert bezeichnet werden, sondern auch psychische Auffälligkeiten, wie z.B. Selbstverletzungen, Aggressionen usw. zeigen und in ihrer Umwelt häufig Unverständnis, Ratlosigkeit, Ohnmacht und Hilflosigkeit auslösen.
Hier setzt die rehistorisierende Diagnostik an, die das Ziel verfolgt, verstehende Zugänge zu diesen Personen zu erarbeiten.
In dieser Fortbildung sollen folgende Kompetenzen gemeinsam erarbeitet werden:
• das Erkennen und Anerkennen der eigenen Grenzen des Verstehens als Ausdruck professionellen pädagogischen Handelns, verbunden mit der Einsicht in die Notwendigkeit der Selbstveränderung;
• dass die psychischen Auffälligkeiten einer Person stets das Ergebnis ihrer Entwicklung unter bestimmten Bedingungen, und nicht deren Ausgangspunkt sind;
• dass es sich bei den psychischen Auffälligkeiten um subjektiv sinnvolle Tätigkeiten handelt, die von der individuellen Entwicklungslogik der Betroffenen zu entschlüsseln sind;
• die Übergänge vom Erkennen zum Erklären zum Verstehen zum pädagogischen Handeln.

Beginn

22.01.2020

Uhrzeit

jeweils
9:00 bis 17:00 Uhr

Anmeldeschluss

15.01.2020

Kursgebühren

€ 90.-

Ausbildungsort

Frickingen

Anmeldung